Gebrazhofen (sz) „Ein Gemeinschaftskonzert kommt nur durch Herzlichkeit und gegenseitige Unterstützung zustande.“ Mit diesem Grußwort hat der Vorsitzende der Musikkapelle Ziegelbach, Alfred (Freddy) Holzmüller, am Samstag in Gebrazhofen den Nagel auf den Kopf getroffen.

Gemeinsame Aktionen entstehen durch Beziehungen, wie hier mit Oliver Herz, der über ein Jahr beide Musikkapellen dirigiert hat und bis heute treu als Trompeter in Gebrazhofen geblieben ist. Er brachte zudem beim Herbstkonzert eine ungemein starke Truppe von mehr als 60 Blasmusikern mit, die gerade noch auf der großen Bühne der Turn- und Festhalle Platz fanden.

Derart in allen Registern imposant und ausgewogen besetzt gestalteten die Gäste im ersten Teil ein beeindruckendes Programm, charmant und bündig vorgestellt von Heike Reichle und Oswin Butscher: Gefordert vom präzisen und präsenten Dirigat erklang am Anfang mit Tempo und vollem Sound „Critical Mass“, eine „nukleare Klangexplosion“.

Extreme Stimmungen mit Piano und mächtigem Forte kamen bei „Imagasy“ auf, mit der grenzenlosen Fantasie eines Kindes in seiner Traumwelt. Belegt und bestätigt durch ein „sehr gut“ beim Wertungsspiel in Eglofs nahm der Zuhörer dann mit „Oregon“ an einer aufregenden Bahnfahrt teil, um dann bei „Pirates of the Caribbean“ dramatisches und bewegendes „Kopfkino“ zu erleben. Heftiger Applaus erzwang natürlich zwei Zugaben: Beschwingt „der Marsch der Titanen“ und getragen ruhig „Abendmond“.

Mit gut 30 Blasmusikern kamen nach der Pause die Gastgeber keineswegs „als halbe Portion“ zum Zug, die nicht nur laut Moderator Robert Kraft „guter Dinge“ waren : Zugewandt und souverän formte Dirigentin Alisa Heutkirch einen kompakt und präzise aufspielenden Klangkörper, der bereichernd neue Akzente setzte.

„Hochschwanger in guter Hoffnung“ („das Kind macht bereits gut mit“) gestaltete die aus Neuseeland Stammende ein kontrastreiches Programm: Mit den Konzertmärschen „Abel Tasman“ und „Washington Grays March“, mit einer Ode an die Musik („Concerto d’Amore“) , der „Percy Grainger Suite“, mit der eingängigen Filmmusik von John Barry („Out of Afrika“) und Bigband Sound von Glenn Miller ( „In the Mood“ ) . Eine solche Blasmusik vom Feinsten erforderte schließlich ebenfalls zwei Zugaben : „Tanz Mädle tanz“ und den bekannten „Ungarischen Tanz Nr. 5“ von Johannes Brahms.

 

Konzentriert und guter Dinge: die Musikkapelle Gebrazhofen. Foto: Karl-Heinz Schweigert

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